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Ölpreise fallen um 7,6 Prozent wegen Hoffnung auf Iran-Gespräche

Die Ölpreise sind nach Signalen für mögliche Gespräche mit Iran stark gefallen. Gleichzeitig wollen die USA Südafrika und Ruanda aus einem zollfreien Handelsp

A current German news story adapted for language learners at B1, with audio, transcript, vocabulary and comprehension work.

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Heute geht es um den starken Fall der Ölpreise nach Signalen für mögliche Gespräche mit Iran und um neue Handelsbeschränkungen der USA für Südafrika und Ruanda.

Damit Sie diese Folge besser verstehen, finden Sie Transkripte, englische Übersetzungen und Vokabelhilfen auf linguawire.com.

Ölpreis fällt wegen neuer Hoffnung auf Gespräche mit Iran

Unser erstes Thema sind die Ölpreise, die nach neuen Signalen im Konflikt mit Iran stark gefallen sind.

Dazu hören wir Leander, unseren LinguaWire-Korrespondenten für Weltgeschehen.

Hallo Felix. Der internationale Ölpreis Brent fiel am Montag um 7,6 Prozent und schloss bei 104,77 US-Dollar pro Barrel. Der Preis für amerikanisches Rohöl sank um 7,3 Prozent auf 96,46 US-Dollar. Prozentual war das der stärkste Rückgang an einem Tag seit dem 27. Juli.

Warum reagierten die Märkte auf die Nachrichten so deutlich?

Anleger hoffen, dass der Konflikt mit Iran ohne weitere militärische Eskalation beendet werden kann. Die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtete über Aussagen des iranischen Präsidenten. Demnach habe Irans oberster Führer der Regierung bestimmte Vollmachten gegeben, um Probleme durch Gespräche mit den Gegnern des Landes zu lösen.

Wie haben Händler diese Aussage verstanden?

Sie sahen darin ein Zeichen, dass Iran Gespräche mit den USA über Vermittler fortsetzen könnte. Dadurch könnten neue Angriffe auf amerikanische Verbündete in der Region ausbleiben. Das ist für den Ölmarkt wichtig, weil ein größerer Konflikt Energieanlagen im Nahen Osten gefährden könnte.

Gab es auch aus den USA Signale für weitere Verhandlungen?

Ja. Bereits am Sonntag hieß es, Präsident Donald Trump wolle den Verhandlungen mit Iran zunächst Zeit geben. Nach Handelsschluss am Montag wurde Trump gefragt, ob er nach den Zwischenwahlen neue Angriffe auf Iran erwäge. Zweimal antwortete er mit „Nein“. Als diese Antwort im Internet verbreitet wurde, gaben die Ölpreise weiter nach.

Trump hat den Preisrückgang selbst ebenfalls kommentiert. Was sagte er?

Er sagte Reportern in Washington, der Ölpreis sei an diesem Tag um zehn Dollar gefallen. Er werde noch weiter sinken, weil die USA gegenüber Iran klar im Vorteil seien. Später schrieb Trump in sozialen Medien, Iran wolle möglichst schnell eine Einigung. Das könne geschehen.

Heißt das, die Lage auf den Energiemärkten hat sich nun beruhigt?

Nein, die Risiken bleiben. Francisco Blanch von der Bank of America schrieb bereits im September, ein größerer Konflikt mit schweren Schäden an Energieanlagen könnte den Ölpreis auf bis zu 150 US-Dollar pro Barrel treiben. Wenn kleinere Kämpfe den Ölfluss bis zum Jahresende stören, könnte Brent seiner Einschätzung nach zwischen 95 und 120 US-Dollar pro Barrel liegen. Entscheidend wird sein, ob die Gespräche weitergehen und ob es in der Region zu neuen Angriffen kommt.

Danke, Leander.

USA beenden zollfreie Vorteile für Südafrika und Ruanda

Unser zweites Thema: Die USA schließen Südafrika und Ruanda von zollfreien Handelsvorteilen aus.

Dazu hören wir Mila, unsere LinguaWire-Korrespondentin für Gesellschaft.

Hallo Felix. Die USA werden Südafrika und Ruanda ab dem 1. Januar 2027 von den Vorteilen des Programms African Growth and Opportunity Act ausschließen, kurz AGOA. Das Programm erlaubt bestimmten afrikanischen Staaten, Waren zollfrei in die USA zu exportieren.

Was bedeutet diese Entscheidung besonders für Südafrika?

Südafrika war bisher der größte Nutznießer des Programms. Im Jahr 2025 exportierte das Land Waren im Wert von etwa 1,7 Milliarden US-Dollar über AGOA in die USA. Zu diesen Exporten gehörten vor allem Autos und Autoteile, außerdem landwirtschaftliche Produkte und Wein.

Warum entziehen die USA beiden Ländern diese Handelsvorteile?

Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer sagte, beide Länder erfüllten die Voraussetzungen für AGOA nicht mehr. Die USA prüfen jedes Jahr, ob die teilnehmenden Staaten Fortschritte auf dem Weg zu einer Marktwirtschaft machen, ob sie gut regiert werden und ob sie Hindernisse für Handel und Investitionen aus den USA abbauen.

Welche Probleme nennt Washington bei Ruanda?

Washington nennt Handelshemmnisse sowie Probleme mit dem Rechtsstaat und bei den Menschenrechten. Ruanda war bereits 2018 einmal von dem Programm ausgeschlossen worden.

Und welche Kritik richtet die US-Regierung an Südafrika?

Die USA nennen Hindernisse für amerikanischen Handel und Investitionen, Korruption sowie Gefahren für die nationale Sicherheit und die außenpolitischen Interessen der USA. Zwischen Washington und Pretoria bestehen schon seit einiger Zeit wachsende Spannungen.

Woran zeigen sich diese Spannungen besonders?

Präsident Trump wirft Südafrika vor, weiße Menschen zu verfolgen. Die südafrikanische Regierung erklärt, das sei eine falsche Behauptung, die von extremen Gruppen verbreitet werde. Die USA kritisieren außerdem Südafrikas Außenpolitik. Dazu gehört die Klage, die Südafrika gegen Israel wegen Völkermordes vor dem Internationalen Gerichtshof eingereicht hat. Israel weist den Vorwurf des Völkermords zurück.

Wie bereitet sich Südafrika auf den Ausschluss vor?

Das südafrikanische Handelsministerium erklärte bereits vergangene Woche, es habe mit einem negativen Ergebnis gerechnet und bleibe zu Gesprächen mit den USA bereit. Nach Angaben des Ministeriums machen Exporte über AGOA etwa zehn Prozent aller südafrikanischen Ausfuhren in die USA aus. Weltweit sind es etwa ein Prozent der gesamten Exporte des Landes. Präsident Cyril Ramaphosa sagte, Südafrika müsse sich auf den Ausschluss vorbereiten. Das Land suche bereits neue Märkte und schließe Handelsabkommen mit anderen Partnern wie China.

Danke, Mila.

Teil eins: Wortschatz.

Die Voraussetzung.

Eine Voraussetzung ist eine notwendige Bedingung. In der Geschichte heißt es: „Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer sagte, beide Länder erfüllten die Voraussetzungen für AGOA nicht mehr.“

Für die Bewerbung sind gute Deutschkenntnisse eine wichtige Voraussetzung.

Das Hindernis.

Ein Hindernis ist etwas, das etwas schwieriger macht. In der Geschichte heißt es: „Die USA nennen Hindernisse für amerikanischen Handel und Investitionen, Korruption sowie Gefahren für die nationale Sicherheit und die außenpolitischen Interessen der USA.“

Die Sprache kann am Anfang ein Hindernis sein.

Der Ausschluss.

Ein Ausschluss bedeutet, dass jemand nicht mehr teilnehmen darf. In der Geschichte heißt es: „Präsident Cyril Ramaphosa sagte, Südafrika müsse sich auf den Ausschluss vorbereiten.“

Der Ausschluss vom Wettbewerb war für das Team eine große Enttäuschung.

Teil zwei: die Grammatik.

Relativsätze mit „die“: „Unser erstes Thema sind die Ölpreise, die nach neuen Signalen im Konflikt mit Iran stark gefallen sind.“

Ein Relativsatz mit „die“ gibt zusätzliche Informationen über ein Nomen. Im Relativsatz steht das Verb am Ende.

In der Geschichte heißt es noch einmal: „Unser erstes Thema sind die Ölpreise, die nach neuen Signalen im Konflikt mit Iran stark gefallen sind.“

Ich kenne die Frau, die in Berlin arbeitet.

Sprich nach: Unser erstes Thema sind die Ölpreise, die nach neuen Signalen im Konflikt mit Iran stark gefallen sind.

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