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Die US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet, doch die Inflation steigt weiter. Gleichzeitig versucht JD Vance mit einem Brief, neue Verhandlungen zwischen d
A current German news story adapted for language learners at B1, with audio, transcript, vocabulary and comprehension work.
Willkommen bei LinguaWire.
Heute geht es um stärkeres Wirtschaftswachstum und steigende Inflation in den USA sowie um einen neuen diplomatischen Brief zwischen den USA und Iran.
Alles, was wir heute sagen, können Sie auf linguawire.com nachlesen, mit Übersetzung und erklärten Wörtern.
Unsere erste Geschichte: Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal stärker gewachsen als erwartet, während die Inflation weiter gestiegen ist.
Bei uns ist Mila, LinguaWires Korrespondentin für Wirtschaft.
Hallo Felix. Neue Zahlen des US-Handelsministeriums zeigen: Das Bruttoinlandsprodukt der USA wuchs im dritten Quartal auf das Jahr gerechnet um 3,4 Prozent. Das war etwas mehr, als viele Ökonomen erwartet hatten.
Wie groß war der Unterschied zu diesen Erwartungen?
Die befragten Ökonomen hatten im Durchschnitt mit einem Wachstum von 3,2 Prozent gerechnet. Ihre Prognosen lagen allerdings weit auseinander: Sie reichten von einem Prozent bis 4,2 Prozent.
Was hat dieses Wachstum gestützt?
Vor allem die Ausgaben der Verbraucher blieben stabil. Außerdem investierten Unternehmen weiter stark in künstliche Intelligenz. Diese Faktoren glichen die höheren Ölpreise aus, die mit dem Konflikt im Nahen Osten zusammenhängen.
Trotzdem wirkt die Stimmung im Land offenbar nicht besonders positiv. Warum?
Viele Haushalte bewerten die allgemeine Wirtschaftslage negativ. Die Stimmung der Verbraucher hat sich deutlich verschlechtert. Das steht im Kontrast zu den starken Wachstumszahlen. Auch die Zustimmungswerte von Präsident Donald Trump sind auf einem besonders niedrigen Stand.
Für die Menschen im Alltag sind vor allem die Preise wichtig. Was sagen die neuen Inflationsdaten?
Der Preisindex für persönliche Konsumausgaben, kurz PCE, ist für die US-Notenbank Fed besonders wichtig. Im September stiegen die Preise nach diesem Index gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent. Die Inflationsrate auf Jahresbasis erhöhte sich von 3,4 Prozent im August auf 3,6 Prozent im September.
In einer anderen Messung liegt die Rate sogar bei 3,7 Prozent. Was wird dort gemessen?
Das ist der Verbraucherpreisindex des US-Arbeitsministeriums. Auch er zeigte im September einen Anstieg: Die Jahresinflation stieg von 3,4 auf 3,7 Prozent. Beim PCE-Index lag die Kerninflation bei 3,1 Prozent. Dabei werden die oft stark schwankenden Preise für Lebensmittel und Energie nicht berücksichtigt.
Wie reagierte die Fed auf die höheren Preise?
Sie ließ ihren Leitzins am Mittwoch zunächst in einer Spanne von 3,75 bis 4 Prozent. Die Fed erklärte zugleich, die Inflation bleibe erhöht. Höhere Zinsen können die Preissteigerungen bremsen. Sie können jedoch auch das Wirtschaftswachstum und den Arbeitsmarkt schwächen.
Was könnte bei der nächsten Entscheidung geschehen?
Viele Ökonomen erwarten im Dezember eine Zinserhöhung. Einige Fachleute weisen außerdem darauf hin, dass Investitionen rund um künstliche Intelligenz das Wachstum inzwischen stark beeinflussen. Deshalb könnten die guten Zahlen ein unvollständiges Bild der gesamten wirtschaftlichen Lage zeigen.
Danke, Mila.
In unserer zweiten Geschichte geht es um einen Brief von US-Vizepräsident JD Vance an Iran und um die Möglichkeit neuer Verhandlungen.
Dazu hören wir Jonas, LinguaWires Korrespondenten für Weltgeschehen.
Hallo Felix. JD Vance hat in einem persönlichen Brief angeboten, die Diplomatie mit Iran wieder aufzunehmen. Vance ist der Vizepräsident der USA. Der Brief ging am Sonntag an Mohsen Rezaei, den Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats im Iran.
Wie kam es zu diesem Kontakt?
Dem Brief gingen Vermittlungsversuche voraus, vor allem durch Katar. Dass Vance wieder an den Verhandlungen beteiligt ist, gilt als wichtig. Er wird als Skeptiker des Krieges angesehen. Sein Brief wird deshalb als Zeichen verstanden, dass die USA die Diplomatie noch nicht aufgegeben haben.
Was erwarten die USA nun von Teheran?
Iran soll gleich zu Beginn eines neuen Prozesses konkrete Verpflichtungen zu seinem Atomprogramm eingehen. Im Gegenzug könnten die USA Sanktionen lockern. Der Prozess soll außerdem dazu führen, dass die Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen wieder geöffnet wird.
Warum ist Iran bei diesen Forderungen zurückhaltend?
Teheran will keine frühen und nicht rückgängig zu machenden Zusagen machen, wenn Schritte der USA später wieder aufgehoben werden könnten. Ein Beispiel wäre, den Vorrat an hoch angereichertem Uran in ein Drittland zu bringen. Iran befürchtet, damit ein wichtiges Druckmittel zu verlieren, während die USA Sanktionen gegen iranische Ölexporte erneut verhängen könnten.
Gibt es eine Idee, wie beide Seiten einander mehr vertrauen könnten?
Es wurde über eine Garantie durch ein drittes Land gesprochen. Dabei wird oft China genannt. Nach dieser Einschätzung hätte China genug politisches Gewicht, um zu garantieren, dass beide Seiten ihre Zusagen einhalten.
Hat Iran schon auf den Brief reagiert?
Eine Antwort wird bald erwartet. Mohammad Ghalibaf, Irans Chefunterhändler, schrieb jedoch, Irans Bedingungen seien den Vermittlern mehrfach und klar mitgeteilt worden. Ein Ansatz aus Druck und möglichen Vorteilen habe keine Wirkung. Fortschritt sei nur möglich, wenn Irans sieben Bedingungen akzeptiert würden.
Welche Bedingungen nennt Iran?
Dazu gehören die Aufhebung von Sanktionen, die Freigabe eingefrorener Vermögen und ein Ende des Krieges an allen Fronten. Mit dem letzten Punkt verlangt Iran auch eine israelische Waffenruhe im Libanon.
Der Streit konzentriert sich also weiter auf das Atomprogramm. Welchen Vorschlag macht Iran dort?
Die USA verlangen früh konkrete Zusagen zur Entfernung des Vorrats an hoch angereichertem Uran. Iran lehnt auch die Rückkehr von UN-Atominspektoren ab. Teheran befürchtet, die Inspektoren könnten den USA Informationen über Ort und Zustand dieses Vorrats geben. Iran hat vorgeschlagen, das Material so zu verdünnen, dass es nicht mehr zum Bau einer Atomwaffe verwendet werden kann. Ob daraus neue Gespräche entstehen, hängt jetzt von Irans Antwort auf den Brief ab.
Danke, Jonas.
Wortschatz aus Geschichte zwei.
Die Verpflichtung.
Eine Verpflichtung ist etwas, das man verbindlich tun muss. In der Geschichte heißt es: „Iran soll gleich zu Beginn eines neuen Prozesses konkrete Verpflichtungen zu seinem Atomprogramm eingehen.“
Mit ihrer Unterschrift geht die Firma eine Verpflichtung ein.
Die Zusage.
Eine Zusage ist ein Versprechen oder eine feste Erklärung. In der Geschichte heißt es: „Teheran will keine frühen und nicht rückgängig zu machenden Zusagen machen, wenn Schritte der USA später wieder aufgehoben werden könnten.“
Der Minister machte eine Zusage für weitere Gespräche.
Die Sanktion.
Eine Sanktion ist eine politische oder wirtschaftliche Strafe. In der Geschichte heißt es: „Im Gegenzug könnten die USA Sanktionen lockern.“
Das Land will die Sanktionen gegen den Nachbarn aufheben.
Teil zwei: die Grammatik.
Indirekte Fragen mit ob: „Ob daraus neue Gespräche entstehen, hängt jetzt von Irans Antwort auf den Brief ab.“
Mit ob beginnt eine indirekte Frage. Im ob-Nebensatz steht das Verb am Ende.
In der Geschichte heißt es: „Ob daraus neue Gespräche entstehen, hängt jetzt von Irans Antwort auf den Brief ab.“
Ob der Zug pünktlich kommt, weiß ich nicht.
Sprich nach: Ob daraus neue Gespräche entstehen, hängt jetzt von Irans Antwort auf den Brief ab.
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