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Kann Nissan in den USA mehr Jobs schaffen?

Nissan plant mehr Produktion in den USA, während Australien über KI-Kontrolle und Gewalt im Internet spricht.

A current German news story adapted for language learners at B1, with audio, transcript, vocabulary and comprehension work.

Willkommen bei LinguaWire Deutsch B1.

Heute haben wir zwei Geschichten: Nissans neue Rogue-Produktion und Australien über KI und Gewalt.

Damit Sie diese Folge besser verstehen, finden Sie Transkripte, englische Übersetzungen und Vokabelhilfen auf linguawire.com.

Nissan plant mehr Autos in den USA

Nissan will in den USA mehr bauen und mit einem neuen Hybrid-Modell schneller wachsen.

Jetzt sprechen wir mit Jonas, dem LinguaWire-Korrespondenten für die Wirtschaft.

Danke, Felix. Nissan steht in den USA gerade an einem wichtigen Punkt.

Der Konzern nutzt seine Produktionskapazität fast vollständig aus.

Das heißt, die Fabriken sind schon ziemlich ausgelastet?

Genau.

Christian Meunier, der für Nissan Americas spricht, sagt, der nächste Schritt könnten drei Schichten sein.

Im Werk in Smyrna, Tennessee, läuft der Rogue schon jetzt auf zwei Schichten.

Und warum ist gerade der Rogue so wichtig?

Weil Nissan mit dem neuen Rogue, der in den nächsten Monaten kommt, mehr Käufer in den USA erreichen will.

Dazu kommt ein neues Hybrid-Modell.

Der Konzern sieht es als sehr wichtig für amerikanische Kunden.

Hybrid klingt nach Technik, aber hier geht es auch um Arbeit, oder?

Ja, ganz klar.

Mehr Produktion bedeutet oft auch mehr Jobs.

In der Branche spricht man bei so einem Schritt schnell von Hunderten, manchmal sogar Tausenden neuer Stellen.

Das ist eine große Zahl.

Wo soll diese neue Hybrid-Version zuerst herkommen?

Kurzfristig nicht aus den USA.

Nissan plant, die Hybridfahrzeuge zunächst aus Japan zu importieren.

So kommen sie schneller auf den Markt.

Die amerikanische Produktion des Hybrids soll erst nächstes Jahr starten.

Also erst liefern, dann später selbst bauen.

Genau.

Das zeigt gut den Spagat.

Nissan will schneller verkaufen und gleichzeitig später mehr vor Ort produzieren.

Und was sagt das über die Lage der Firma aus?

Es zeigt, dass Nissan unter Druck steht.

Aber der Konzern sucht auch Spielraum.

Laut Meunier gibt es keinen Plan für ein neues Werk.

Stattdessen nutzt Nissan also erst einmal das, was schon da ist?

Genau.

Der Konzern setzt auf mehr Schichten und auf bestehende Fabriken in Tennessee und Mississippi.

Dann geht es eher um Tempo als um ein riesiges neues Projekt.

Richtig.

Nissan rechnet nach eigenen Angaben damit, ohne große neue Investitionen auszukommen.

Auch ohne eine neue Fabrik.

Wenn das klappt, könnte die Produktion in den USA deutlich steigen.

Danke, Jonas.

Gerne, Felix.

Danke, Jonas.

Australien will KI und Gewalt besser kontrollieren

In Australien geht es um KI, Online-Gewalt und die Frage, wer die Kontrolle behält.

Jetzt sprechen wir mit Mila, der LinguaWire-Korrespondentin für die Technik.

Danke, Felix. In Australien haben Regierungschefs aus mehr als 20 Ländern eine Erklärung unterschrieben.

Sie wollen Künstliche Intelligenz stärker unter menschliche Kontrolle stellen.

Das klingt nach einem klaren politischen Signal.

Ja, und die Formulierung ist sehr deutlich.

KI soll unter menschlicher Führung, Aufsicht und Kontrolle bleiben.

Außerdem soll sie im Einklang mit internationalem Recht entwickelt und genutzt werden.

Warum kommt diese Erklärung gerade jetzt?

Weil viele Fachleute warnen, dass sich die Entwicklung sehr schnell bewegt.

Die Sorge ist, dass neue Risiken entstehen.

Das kann passieren, bevor Staaten und Firmen genug Regeln haben.

Also geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Tempo und Regeln?

Genau.

In der Erklärung steht auch, dass KI-Systeme Sicherheitsbarrieren umgehen könnten.

Sie könnten auch unbefugt Zugang zu mehreren Systemen bekommen.

Deshalb fordern die Unterzeichner transparente Sicherheitsprotokolle von den Firmen.

Und die Regierungen sollen auch etwas tun?

Ja.

Sie sollen gemeinsame Standards für die Technologie entwickeln.

Außerdem werden die Vereinten Nationen aufgefordert, Möglichkeiten für eine internationale Einrichtung zu prüfen.

Diese Einrichtung könnte solche Standards festlegen.

Das ist ziemlich ambitioniert.

Aber Australien spricht dort nicht nur über KI, oder?

Stimmt. Der Finanzminister Jim Chalmers hat auch über Gewalt gegen Frauen und Kinder gesprochen.

Er sagte, die Regierung wolle an den Ursachen arbeiten.

Dazu gehören mehr Sicherheit im Wohnsystem.

Und das, was er als online verbreitete, monetarisierte Frauenfeindlichkeit beschreibt.

Das ist eine harte Formulierung.

Ja, und sie zeigt, wie breit das Problem gesehen wird.

Chalmers sagte auch, diese Gewalt sei völlig inakzeptabel und entsetzlich.

Darum habe die Regierung die Mittel für Hilfe und Schutz schon erhöht.

Also zwei sehr verschiedene Themen, aber beide drehen sich um Kontrolle und Schutz.

Genau.

Bei KI geht es um technische Sicherheit.

Bei der Gewalt geht es um soziale Sicherheit.

In beiden Fällen sagt die Politik: Wir müssen früher eingreifen.

Nicht erst, wenn der Schaden schon da ist.

Danke, Mila.

Gerne, Felix.

Schauen wir kurz auf die erste Geschichte.

importieren

importieren heißt: Waren aus einem anderen Land ins eigene Land bringen. Nissan will die Hybridfahrzeuge aus Japan importieren.

Die Firma will Obst aus Italien importieren.

die Kapazität

Kapazität bedeutet hier, wie viel eine Fabrik leisten kann. Nissan nutzt seine Produktionskapazität fast voll aus.

Das kleine Lager hat nicht genug Kapazität für alle Kisten.

die Schicht

Eine Schicht ist ein Arbeitszeitblock in einer Fabrik; in der Geschichte könnten es bald drei Schichten sein.

In der Fabrik gibt es heute nur zwei Schichten.

Nissan will in den USA mehr bauen.

Bei Modalverben wie wollen oder können steht der Infinitiv am Satzende.

ich will, du willst, er will, wir wollen, ihr wollt, sie wollen

„Nissan will in den USA mehr bauen.“

„Der nächste Schritt könnten drei Schichten sein.“

Sprich nach: Nissan will in den USA mehr bauen.

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