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Protesters Try to Save the Kennedy Center

Menschen protestieren gegen Trumps Kurs am Kennedy Center. Danach sperrt das Weiße Haus drei Medien aus.

A current German news story adapted for language learners at B1, with audio, transcript, vocabulary and comprehension work.

Willkommen bei LinguaWire Deutsch B1.

Heute haben wir zwei Geschichten: das Kennedy Center in Washington und Reporter vor dem Weißen Haus.

Alles, was wir heute sagen, können Sie auf linguawire.com nachlesen, mit Übersetzung und erklärten Wörtern.

Menschenkette gegen Trumps Kurs am Kennedy Center

In Washington protestieren Menschen gegen Donald Trumps Kurs beim Kennedy Center.

Jetzt sprechen wir mit Mila, der LinguaWire-Korrespondentin für die Gesellschaft.

Hallo Felix, gern. Am Freitagabend haben sich dort Hunderte von Aktivistinnen und Aktivisten versammelt.

Sie haben auch eine Menschenkette vor dem Gebäude gebildet.

Das ist ein starkes Bild. Wogegen richtete sich der Protest genau?

Gegen Trumps Versuch, das Zentrum zu übernehmen.

Die Gruppe sagt auch, Trump habe das Haus nicht geschützt.

Und er habe es nicht gut geführt.

Deshalb solle er als Vorsitzender weg.

Also geht es nicht nur um ein Gebäude, sondern auch um Macht und Kontrolle. Was hat Trump selbst dazu gesagt?

Er hatte sich im vergangenen Jahr selbst zum Vorsitzenden gemacht.

Zuerst entfernte er die frühere Führung.

Dann besetzte er den Vorstand neu.

Diese Woche sagte er dann, das Kennedy Center könne sogar „abgerissen“ werden.

Das gelte, wenn seine Regierung dort keine Anerkennung bekomme.

Das klingt nach einer sehr harten Drohung. Wie haben die Menschen vor Ort darauf reagiert?

Mit Musik, kurzen Reden und eben dieser Menschenkette.

Die Organisatoren sagten, sie wollten das Kennedy Center zurückholen.

Sie wollten auch andere Kulturorte vor ähnlichem Druck schützen.

Und das macht die Sache größer als nur einen Streit in Washington. Was zeigt dieser Protest über Kultur heute?

Er zeigt, dass Kulturorte nicht nur für Kunst stehen.

Für viele Menschen sind sie auch ein öffentlicher Ort.

Dort stellt sich die Frage: Wem gehört so ein Haus eigentlich?

Gehört es der Politik oder der Gesellschaft?

Das trifft es gut. Gab es noch eine konkrete Reaktion von Leuten, die früher dort gearbeitet haben?

Ja. Eine frühere Mitarbeiterin sagte, es sei nicht nur albern, sondern auch beleidigend, das Kennedy Center umbenennen oder verkleinern zu wollen.

Sie nannte es ein Haus für das amerikanische Publikum.

Nicht für eine einzelne Person.

Danke, Mila.

Drei Redaktionen werden vom Weißen Haus ausgeschlossen

Jetzt geht es um den Streit zwischen dem Weißen Haus und mehreren Nachrichtenredaktionen.

Jetzt sprechen wir mit Jonas, dem LinguaWire-Korrespondenten für die Gesellschaft.

Hallo Felix, danke. Reporter von CNN, MS NOW und Politico sagten, dass sie am Samstag keinen Zugang mehr zum Gelände des Weißen Hauses hatten.

Das kam also direkt nach der Ankündigung von Trump?

Genau. Am Freitag schrieb Trump in einem Post, er sperre diese drei Medien „mit sofortiger Wirkung“ aus.

Er warf ihnen vor, sie würden über ihn und seine Regierung nur Lügen und Fiktion verbreiten.

Und am nächsten Tag wurde das dann wirklich umgesetzt. Wie lief das vor Ort ab?

Nach Angaben von Journalistinnen und Journalisten wurden sie an der Sicherheitskontrolle abgewiesen.

Ein CNN-Team sagte, ein Reporter und ein Fotograf seien zurückgeschickt worden.

Ihre Ausweise seien dabei eingezogen worden.

Das ist ein sehr direkter Eingriff. Haben die betroffenen Redaktionen sofort reagiert?

Ja, deutlich. CNN sagte, man habe ein Recht auf freie Berichterstattung ohne Eingriffe der Regierung.

MS NOW sprach von einem Angriff auf die Pressefreiheit.

Die Redaktion kündigte an, alle nötigen Schritte zu prüfen.

Auch Politico sagte, man werde die Rechte der Reporter verteidigen.

Also geht es hier um mehr als nur ein einzelnes Zugangstor. Was steht politisch auf dem Spiel?

Es geht um die Frage, wie unabhängig Journalismus in den USA arbeiten kann.

Das wird besonders schwierig, wenn die Regierung selbst den Zugang kontrolliert.

Solche Entscheidungen wirken sofort praktisch.

Sie haben aber auch eine symbolische Seite.

Sie zeigen, wer in der Nähe der Macht noch fragen darf und wer nicht.

Haben die Teams trotzdem noch arbeiten können?

Zum Teil ja.

Bei MS NOW konnte nach eigenen Angaben noch ein Produzent hinein.

Andere Mitarbeitende mussten draußen bleiben.

Genau diese Unklarheit macht die Sache so heikel.

Es geht nicht nur um ein Verbot.

Es geht auch um wechselnde Regeln.

Danke, Jonas.

Ein kurzer Blick auf die Sprache.

Aus der ersten Geschichte hören wir drei gute Wörter zum Thema Protest.

die Menschenkette

Das bedeutet: eine Reihe von Menschen, die sich an den Händen halten. In der Geschichte hieß es: „Sie haben auch eine Menschenkette vor dem Gebäude gebildet“.

Vor dem Haus bildeten die Nachbarn eine Menschenkette.

sich versammeln

Das bedeutet: sich an einem Ort sammeln oder zusammenkommen. In der Geschichte hieß es: „Am Freitagabend haben sich dort Hunderte von Aktivistinnen und Aktivisten versammelt“.

Am Bahnhof versammeln sich jeden Morgen viele Reisende.

die Führung

Das bedeutet: die Gruppe, die leitet oder entscheidet. In der Geschichte hieß es: „zuerst entfernte er die frühere Führung“.

Die neue Führung traf heute eine klare Entscheidung.

Am Freitagabend haben sich dort Hunderte von Aktivistinnen und Aktivisten versammelt.

Das Perfekt benutzt man für abgeschlossene Handlungen in der Vergangenheit. Es wird mit „haben“ oder „sein“ und dem Partizip II gebildet.

ich bin gegangen, du bist gegangen, er/sie/es ist gegangen, wir sind gegangen, ihr seid gegangen, sie sind gegangen

Wir sind gestern früh zum Bahnhof gegangen.

Die Gäste sind schnell in den Saal gegangen.

Sprich nach: Am Freitagabend haben sich dort Hunderte von Aktivistinnen und Aktivisten versammelt

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