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Die Sendung behandelt hohe Kriegskosten der USA und die Debatte über neue Todesstrafe-Pläne in Algerien.
A current German news story adapted for language learners at B1, with audio, transcript, vocabulary and comprehension work.
Willkommen bei LinguaWire Deutsch B1.
Heute haben wir zwei Geschichten: die Kriegskosten von 38 Milliarden Dollar und die Debatte über die Todesstrafe in Algerien.
Wenn Sie mitlesen möchten, steht das ganze Gespräch mit Übersetzung und erklärten Vokabeln auf linguawire.com.
Die USA schauen auf hohe Kosten und mögliche Folgen des Kriegs mit Iran.
Jetzt sprechen wir mit Clara, LinguaWires Korrespondentin für die Gesellschaft.
Danke, Felix. Die neue Einschätzung ist ziemlich klar.
Der Krieg hat die USA bis Ende Juli mindestens 38 Milliarden Dollar gekostet.
38 Milliarden sind eine enorme Summe. Woher kommt diese Zahl genau?
Die Zahl steht in einer Analyse des Haushaltsbüros des Kongresses.
Die Behörde sagt, sie habe vor allem öffentliche Informationen genutzt.
Das Pentagon hat nicht mitgearbeitet.
Es hat die angeforderten Daten nicht geliefert.
Also geht es nicht nur um die Kämpfe selbst. Es geht auch darum, wie man die Kosten berechnet.
Genau.
Die Schätzung meint direkte Kosten von Ende Februar bis zum 1. August.
Ein großer Teil davon sind Ausgaben für Munition.
Und das endet ja nicht einfach an einem Datum. Was erwartet das Büro für die nächsten Monate?
Es rechnet mit weiteren zwei bis drei Milliarden Dollar pro Monat.
Gleichzeitig warnt es vor höheren Energiepreisen.
Das kann Inflation und Alltagskosten weiter erhöhen.
Das trifft am Ende normale Haushalte, nicht nur das Militär.
Ja, genau das ist der Punkt.
Wenn Energie teurer wird, merken Menschen das bei Lebensmitteln, Wohnen und anderen Rechnungen.
Die Behörde schätzt sogar, dass der Krieg die Inflationsrate Anfang nächsten Jahres um etwa einen halben Prozentpunkt erhöhen könnte.
Ein halber Prozentpunkt klingt klein. Bei so vielen Preisen kann das aber viel bedeuten, oder?
So ist es.
Und es gibt noch ein zweites Problem.
Die Waffenlager sind stark geleert worden.
Vor allem Raketen und Luftabwehrwaffen fehlen jetzt.
Was heißt das praktisch für das Pentagon?
Die Behörde warnt, dass es ein halbes Jahrzehnt oder länger dauern könnte, diese Bestände wieder aufzubauen.
Das macht es schwerer, schnell auf einen weiteren großen Konflikt zu reagieren.
Die Folgen bleiben also länger als die eigentlichen Kämpfe.
Ja.
Genau das zeigt diese Analyse.
Kriege enden nicht mit dem letzten Schuss.
Sie wirken über Geld, Preise und militärische Stärke noch lange nach.
Danke, Clara.
In Algerien gibt es Streit über neue Pläne zur Todesstrafe nach den Waldbränden.
Jetzt sprechen wir mit Leander, LinguaWires Korrespondent für die Justiz.
Danke, Felix. In Algerien wächst der Druck auf die Regierung.
Viele fordern, dass sie ihre Pläne wieder zurücknimmt.
Worum geht es bei diesen Plänen ganz konkret?
Der Präsident hat Justizminister Lotfi Boudjemaa angewiesen, das Gesetz zu ändern.
Brandstiftung bei Waldbränden soll als Kapitalverbrechen gelten.
Das heißt: Die Tat kann mit dem Tod bestraft werden.
Das ist ein sehr harter Schritt. Warum kommt diese Debatte gerade jetzt so stark auf?
Weil die Brände im letzten Monat schwer gewütet haben.
Mindestens 12 Menschen sind gestorben.
54 wurden verletzt.
Laut der Mitteilung zerstörten die Flammen ganze Dörfer in der Region Kabylie.
Auch andere Teile im Nordosten des Landes waren betroffen.
Die Brände sind also der Auslöser, aber nicht das ganze Bild.
Genau.
Menschenrechtsgruppen sagen, die Regierung könne die neuen Regeln auch nutzen, um politische Gegner unter Druck zu setzen.
Amnesty International fordert deshalb, die Pläne aufzugeben.
Die Gruppe will auch keine neuen Hinrichtungen.
Gab es denn in Algerien in letzter Zeit überhaupt Hinrichtungen?
Nein, seit mehr als 30 Jahren nicht.
Darum ist der Vorstoß so bemerkenswert.
Er würde eine lange Pause beenden, wenn die Regierung ihn wirklich umsetzt.
Und wie reagieren Kritiker auf diese Mischung aus Feuer, Strafe und Politik?
Die Menschenrechtsgruppe sagt, Behörden hätten zwischen dem 26. Juli und dem 10. September 20 Menschen festgenommen.
Der Vorwurf lautet auf Brandstiftung und auf „Untergrabung“.
Das ist eine schwere politische oder sicherheitsbezogene Anschuldigung.
Das klingt nach einer Mischung aus Trauer, Angst und Politik.
Ja, und genau das macht die Lage so heikel.
Nach einer Katastrophe suchen viele Menschen nach klarer Verantwortung.
Aber die Frage ist, ob der Staat dabei Strafen verschärft oder erst die Ursachen der Brände ernsthaft angeht.
Danke, Leander.
Schauen wir jetzt auf drei Wörter aus der zweiten Geschichte.
die Strafe
Das ist etwas, das man für eine Tat bekommt. In der Geschichte hörten Sie: „Brandstiftung bei Waldbränden soll als Kapitalverbrechen gelten.“ Beispiel: Für den Diebstahl gab es eine harte Strafe.
die Brände
Das sind sehr große Feuer. In der Geschichte ging es um die Brände im Norden Algeriens. Beispiel: Die Brände breiteten sich schnell aus.
die Forderung
Das ist etwas, das jemand klar verlangt. In der Geschichte wurde die Forderung nach einem Stopp der Pläne laut. Beispiel: Die Forderung nach Ruhe wurde immer lauter.
Der Krieg hat die USA bis Ende Juli mindestens 38 Milliarden Dollar gekostet
Das Perfekt benutzt man für abgeschlossene Handlungen in der Vergangenheit. Es wird meist mit haben und dem Partizip gebildet.
ich habe gearbeitet, du hast gearbeitet, er/sie/es hat gearbeitet, wir haben gearbeitet, ihr habt gearbeitet, sie haben gearbeitet
„Das Pentagon hat nicht mitgearbeitet.“
Die Behörde hat öffentliche Informationen genutzt.
Sprich nach: hat genutzt
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