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Ein Schiff wird in der Straße von Hormus getroffen, während Brics in Delhi über Macht, Einfluss und Einigkeit diskutiert.
A current German news story adapted for language learners at B1, with audio, transcript, vocabulary and comprehension work.
Willkommen bei LinguaWire Deutsch B1.
Heute haben wir zwei Geschichten: ein Schiff im Golf von Hormus und Streit bei Brics in Delhi.
Damit Sie diese Folge besser verstehen, finden Sie Transkripte, englische Übersetzungen und Vokabelhilfen auf linguawire.com.
Im Golf von Hormus ist wieder ein Schiff getroffen worden. Die Lage auf den Seewegen bleibt angespannt.
Jetzt sprechen wir mit Ava, der LinguaWire-Korrespondentin für die Gesellschaft.
Danke, Felix. Nach Angaben iranischer Staatsmedien wurde am frühen Sonntag ein iranisches Handelsschiff nahe der Straße von Hormus getroffen.
Eine Person wurde dabei getötet. Drei Menschen wurden verletzt.
Das ist ein harter Vorfall. Wer macht für den Angriff die Verantwortung aus?
Die staatlichen Medien zitieren den Gouverneur von Qeschm.
Er spricht von einem „terroristischen Feind“.
Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.
Also bleibt offen, wer genau dahintersteckt. Was bedeutet dieser Angriff für den Verkehr dort?
Die Straße von Hormus ist für den weltweiten Öltransport sehr wichtig.
Wenn dort ein Schiff getroffen wird, wächst sofort die Unsicherheit.
Schon kleine Zwischenfälle können Schiffe vorsichtiger machen.
Und parallel dazu gab es doch auch Bewegung an einer anderen engen Stelle im Meer, oder?
Kannst du das kurz erklären?
Ja. Die Huthi haben nach Berichten in den letzten Tagen ihre Macht über den Bab-al-Mandab verstärkt.
Das ist die enge Meerenge zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden.
Das klingt nach viel Druck an gleich zwei Stellen. Warum ist gerade dieser zweite Ort so wichtig?
Weil dort ein großer Teil des Öls aus Saudi-Arabien fließt.
Wenn die Huthi dort stärker werden, können sie den Export leichter behindern.
Das ist nicht nur ein militärisches, sondern auch ein wirtschaftliches Thema.
Also geht es am Ende um Einfluss auf Handel und Preise, nicht nur um einzelne Angriffe.
Genau. Und die Regierung im Jemen, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, sagte am Samstag auch, sie habe in Mokha Ziele angegriffen.
Nach ihren Angaben wurden Waffen und Fahrzeuge zerstört.
Huthi-Kämpfer wurden getötet.
Das zeigt, wie schnell aus einem Seeweg ein größeres regionales Problem wird. Gab es von iranischer Seite noch eine Reaktion?
Ja, Präsident Masoud Pezeshkian schrieb in den sozialen Medien, Iran werde sich nicht unter Druck setzen lassen.
Gleichzeitig wurde ein geplantes Briefing an Nachbarländer verschoben.
Die Lage bleibt unruhig, und viele Details sind noch offen.
Danke, Ava.
Bei Brics in Delhi reden viele über eine neue Weltordnung. Die Gruppe zeigt aber auch ihre eigenen Grenzen.
Jetzt sprechen wir mit Niklas, dem LinguaWire-Korrespondenten für die Gesellschaft.
Danke, Felix. In Delhi saßen am Wochenende einige der mächtigsten Politiker der Welt an einem großen runden Tisch.
Indiens Regierungschef Narendra Modi sagte, diese Länder sollten mehr zu „Regelgestaltern“ werden und nicht zu „Regelnehmern“.
Das ist ein starker Satz. Aber diese Staaten sind doch nicht gerade natürliche Verbündete, oder?
Nein, ganz und gar nicht.
China und Indien haben zum Beispiel eine tödliche Grenzkonfrontation von 2020 hinter sich.
Und Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate stehen im Nahen Osten oft auf verschiedenen Seiten.
Also ist schon das Treffen selbst eine Nachricht. Was wollten sie damit zeigen?
Vor allem politische Reichweite.
Indien konnte diese Länder im selben Raum versammeln.
Für viele Teilnehmer war das auch ein Zeichen, dass Brics als Gegengewicht zum Westen weiter wichtig sein soll.
Und genau da beginnt wahrscheinlich der Streit. Wollen denn alle dasselbe von Brics?
Nein.
China, Russland und Iran sehen Brics eher als Werkzeug, um den Einfluss der USA und Westeuropas zu verringern.
Indien ist vorsichtiger.
Das ist ein ziemlich feiner Unterschied, aber politisch wohl entscheidend.
Ja, weil Indien gute Beziehungen zu Staaten auf beiden Seiten behalten will.
Der frühere indische Diplomat Anil Trigunayat sagte, einige Länder wollten Brics antiwestlich machen, aber genau das sei es nicht.
Aus seiner Sicht geht es eher um mehr Eigenständigkeit in einer Zeit des Kriegs.
Und gab es am Ende trotzdem ein gemeinsames Ergebnis?
Es gab eine gemeinsame Erklärung.
Das ist wichtig, weil frühere Treffen in diesem Jahr keine gemeinsame Erklärung geschafft hatten.
Aber die Einigung kam nur zustande, weil strittige Themen umgangen wurden.
Das heißt: Ein Erfolg auf dem Papier, aber kein echtes Einvernehmen?
So kann man es sagen.
Die Gruppe kann sich noch treffen und einen gemeinsamen Text finden.
Aber wenn es um klare Antworten geht, wie diese neue Ordnung aussehen soll, bleiben die Unterschiede groß.
Schauen wir jetzt auf drei Wörter aus der ersten Geschichte.
das Schiff
Das ist ein großes Fahrzeug auf dem Wasser; in der Geschichte wurde ein Handelsschiff getroffen. Ein Beispiel: Das Schiff fährt morgen früh ab.
die Meerenge
Das ist eine sehr schmale Stelle im Meer. In der Geschichte ging es um die Straße von Hormus und den Bab-al-Mandab. Ein Beispiel: Durch die Meerenge fahren viele Schiffe.
der Einfluss
Das ist die Kraft, etwas zu bestimmen oder zu verändern. In der Geschichte ging es um den Einfluss von China, Russland und Iran auf Brics. Ein Beispiel: Die Regierung hat großen Einfluss auf die Preise.
Jetzt zu einer wichtigen Grammatikform.
Eine Person wurde dabei getötet. Drei Menschen wurden verletzt.
Das Passiv mit wurde benutzt man, wenn die Handlung wichtiger ist als die Person, die sie ausführt.
Es bildet man mit einer Form von werden und dem Partizip II.
Ich werde informiert, du wirst gerufen, er wird getroffen.
Wir wurden gewarnt, ihr wurdet gebeten, sie wurden verletzt.
Sprich nach: wurden verletzt
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