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Japan and the US Join to Support the Yen After It Hits a 40-Year Low

Japan und die USA haben gemeinsam den Yen gestützt. In Kaschmir berichten Ärzte von vielen Verletzten und großer Angst vor dem Krankenhaus.

A current German news story adapted for language learners at B1, with audio, transcript, vocabulary and comprehension work.

Willkommen bei LinguaWire Deutsch B1.

Heute haben wir zwei Geschichten: erstens über den Yen und einen seltenen Schritt von Japan und den USA, zweitens über Proteste in Pakistan-administertem Kaschmir.

Damit Sie diese Folge besser verstehen, finden Sie Transkripte, englische Übersetzungen und Vokabelhilfen auf linguawire.com.

Japan und die USA stützen den Yen gemeinsam

Yen unter Druck: Japan und die USA greifen gemeinsam ein.

Jetzt sprechen wir mit Jonas, dem LinguaWire-Korrespondenten für Wirtschaft.

Ja, Felix. Japan und die USA haben vergangene Woche gemeinsam am Devisenmarkt eingegriffen, um den Fall des Yen zu bremsen.

Also nicht einfach ein normaler Marktbericht, sondern ein seltenes gemeinsames Signal.

Genau. Es war das erste gemeinsame Eingreifen seit 2011. Damals wollten beide Länder den Yen schwächen, nach dem schweren Erdbeben und Tsunami in Ostjapan.

Diesmal ging es also in die andere Richtung: den Yen stützen. Was war der Auslöser?

Der Yen war auf einen neuen Tiefstand gefallen, den schwächsten Stand seit 40 Jahren. Das macht die Währung für Anleger weniger attraktiv.

Und wenn Anleger wegbleiben, kann der Druck noch größer werden.

Genau. Eine schwache Währung kann weitere Verkäufe auslösen. Deshalb wollten beide Länder zeigen: Wir beobachten den Markt genau und wir handeln, wenn es nötig ist.

Haben die Behörden denn gesagt, ob das nur einmal war?

Nein, eher das Gegenteil. Japans Finanzministerium und US-Finanzminister Scott Bessent haben gesagt, sie würden weitere gemeinsame Eingriffe nicht scheuen.

Das klingt nach einer Warnung an Spekulanten.

So kann man es lesen. Ein Experte sagt auch: Schon längere Wachsamkeit kann spekulative Wetten abschrecken, auch wenn der Eingriff nicht groß ist.

Da steckt also viel Psychologie im Markt, nicht nur Geld.

Ja, und auch Politik. Japan will verhindern, dass ein schwacher Yen und fallende Staatsanleihen den globalen Markt belasten. Gleichzeitig könnten die Folgen bis nach Washington reichen, weil dort die Kreditkosten steigen könnten.

Wie ist das mit den Zinsen im Moment?

Japan hat im Juni seinen Leitzins auf 1 Prozent erhöht. Das ist dort der höchste Stand seit September 1995. In den USA liegt der Leitzins der Notenbank derzeit deutlich höher, zwischen 3,50 und 3,75 Prozent.

Also bleibt der Yen im Vergleich eher unattraktiv für internationale Investoren.

Genau. Deshalb dürfte dieses Thema nicht schnell verschwinden. Die Frage ist eher, wie oft beide Länder eingreifen und wie lange sie Händler nervös machen.

Eine kleine Aktion mit ziemlich großer Wirkung auf die Erwartungen im Markt.

Ja, und genau das ist hier der Punkt: Oft ist nicht nur die Menge entscheidend, sondern das Signal.

Proteste und viele Verletzte in Rawalakot

Schüsse, Proteste und ein überlastetes Behandlungszimmer in Kaschmir.

Jetzt sprechen wir mit Clara, der LinguaWire-Korrespondentin für Gesellschaft.

Felix, in Rawalakot ist die Lage sehr angespannt. Dort gibt es seit Wochen schwere Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Demonstrierenden.

Das klingt nach einer Stadt unter großem Druck. Was ist dort gerade neu?

Neu ist vor allem, wie offen die Not sichtbar wird. Ein Arzt namens Dr. Anwar behandelt in einer improvisierten Klinik Verletzte. Er sagt, dort gibt es nur einfache Erstversorgung.

Also keine richtige Klinik mit allem, was man braucht.

Genau. Er sagt, sie können Blutungen stoppen, Wunden reinigen und verbinden, sogar oberflächliche Kugeln entfernen. Aber für schwere Verletzungen an Brust, Bauch oder Kopf reichen die Mittel nicht.

Das ist ein harter Unterschied zwischen erster Hilfe und echter Behandlung.

Ja, und Dr. Anwar sagt auch, dass selbst große Krankenhäuser Probleme hätten, wenn sehr viele Schwerverletzte gleichzeitig kämen. Das zeigt, wie groß der Druck ist.

Wie viele Menschen sind betroffen?

In den vergangenen zwei Monaten sind laut Bericht dutzende Menschen in der Region getötet worden. Seit dem 27. Juli hat die Klinik etwa 50 bis 60 schwer verletzte Patienten behandelt, sagt der Arzt. Und er selbst habe 15 bis 20 Menschen mit Schusswunden versorgt.

Das ist eine erschreckend hohe Zahl für eine kleine Notaufnahme.

Ja. Und ein weiterer Punkt ist die Angst der Protestierenden. Viele gehen nicht ins Hauptkrankenhaus, weil sie fürchten, dort festgenommen oder angeschossen zu werden.

Die Behörden bestreiten das, richtig?

Ja, sie sagen, diese Behauptung sei nicht korrekt. Aber allein die Angst zeigt, wie tief das Misstrauen ist.

Und diese Proteste laufen während einer Wahl?

Genau. In dieser Region mit rund 4,5 Millionen Menschen finden gerade Wahlen statt. Das macht die Lage noch gespannter, weil Politik und Straßenprotest zusammenkommen.

Also geht es nicht nur um Gewalt, sondern auch um Vertrauen in den Staat.

Ganz genau. Die Klinik, die Angst vor dem Krankenhaus und die laufenden Wahlen zeigen zusammen, wie angespannt der Alltag dort ist.

Das ist ein sehr klares Bild von einer Region, in der Hilfe und Angst gleichzeitig da sind.

Ja, und für die Menschen vor Ort ist genau das die tägliche Realität.

Erster Teil: drei Wörter aus der zweiten Geschichte.

die Klinik, das ist ein Ort für Behandlung und Pflege. In der Geschichte war eine improvisierte Klinik gemeint, also eine einfache Notstation. Beispiel: Die Klinik ist heute bis spät am Abend offen.

die Wunde, das ist eine Verletzung auf der Haut oder im Körper. In der Geschichte wurden Wunden gereinigt und verbunden. Beispiel: Die Wunde braucht noch Zeit zum Heilen.

die Angst, das ist das Gefühl, wenn man sich nicht sicher fühlt. In der Geschichte hatten viele Menschen Angst vor dem Gang ins Krankenhaus. Beispiel: Die Angst war groß, aber sie ging nicht weg.

Zweiter Teil: die Form „würden ... nicht scheuen“.

Man benutzt sie, wenn man sagt, dass jemand etwas nicht fürchtet und es bei Bedarf tun würde.

Beispiel eins: Sie würden weitere gemeinsame Eingriffe nicht scheuen.

Beispiel zwei: Er würde den langen Weg nicht scheuen, wenn es nötig ist.

Sprich nach: würden ... nicht scheuen

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