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The Red Hair Project: Uncovering America’s Golden Thread

Eine Folge über die Lage in Ceuta und über ein Fotoprojekt zu roten Haaren.

A current German news story adapted for language learners at B1, with audio, transcript, vocabulary and comprehension work.

Willkommen bei LinguaWire Deutsch B1.

Heute haben wir zwei Geschichten: eine über politische Reaktionen auf Migration in Spanien und eine über rote Haare.

Damit Sie diese Folge besser verstehen, finden Sie Transkripte, englische Übersetzungen und Vokabelhilfen auf linguawire.com.

Spanien und die Krise in Ceuta

Spanien, Ceuta und der Druck auf die Politik.

Jetzt sprechen wir mit Leonie, der LinguaWire-Korrespondentin für Gesellschaft.

Diese Woche gab es in Ceuta eine sehr große Bewegung über die Grenze. Zehntausende Migranten kamen in die spanische Exklave. Viele schwammen durch das Wasser und gingen dann an Land.

Das klingt nach einer extremen Situation. Und jetzt sind die meisten wieder zurück?

Ja, die meisten sind inzwischen wieder nach Marokko zurückgekehrt. Spanische Soldaten und Polizisten haben sie bis zur Grenze begleitet. Das zeigt, wie schnell sich so eine Lage drehen kann.

Und dabei geht es nicht nur um Menschen an einer Grenze, sondern auch um Politik in ganz Europa.

Genau. Diese Ereignisse haben Europa politisch erschüttert. Es gibt wieder Streit darüber, wie Länder mit Migration umgehen sollen. Und die Stimmung ist angespannt, weil sich die Bilder aus Ceuta sehr schnell in den sozialen Medien verbreitet haben.

Da ist also nicht nur die Grenze selbst wichtig, sondern auch, wie die Bilder verbreitet wurden. Was ist da noch unklar?

Unklar ist vor allem, was den plötzlichen Anstieg ausgelöst hat. Manche fragen, ob Beiträge in sozialen Medien einen einfachen Weg nach Europa versprochen haben und dann viral gegangen sind. Andere vermuten, dass das Ganze vielleicht bewusst oder organisiert war. Sicher ist das aber nicht.

Also viele Vermutungen, aber noch keine klare Antwort. Und die Folgen sind sehr ernst.

Ja, mindestens 67 Menschen sind gestorben. Ihre Körper wurden aus dem Meer geholt. Das macht die Geschichte so schwer, weil hinter der politischen Debatte auch ein menschliches Drama steht.

Das ist ein harter Kontrast: politische Kämpfe auf der einen Seite, Tote auf der anderen. Wie reagiert die spanische Regierung?

Der sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez ist wütend auf einige Politiker in der EU. Er sagt, sie griffen Spanien in dieser Krise an und machten Politik, statt Unterstützung zu zeigen.

Und andere Parteien nutzen die Bilder sofort für ihre eigene Botschaft, oder?

Ja. Eine rechte Partei in Italien postete schnell Bilder von Migranten, die durch die Straßen von Ceuta rannten. Die Bildunterschrift war spöttisch und richtete sich gegen Sánchez. Das zeigt, wie stark Migration heute auch als politisches Werkzeug benutzt wird.

Also wird aus einer Grenzkrise sehr schnell ein europäischer Streit.

Genau. Ceuta ist klein, aber die Debatte ist groß: Wer hilft, wer kontrolliert und wer nutzt die Krise für Politik?

Rote Haare und ein Projekt um die Welt

Rote Haare, Fotos und ein überraschender Weg durch Amerika.

Jetzt sprechen wir mit Jonas, dem LinguaWire-Korrespondenten für Kultur.

Für den Fotografen Kieran Dodds sind Menschen mit roten Haaren schon seit Jahren ein großes Thema. Er fotografiert sie seit mehr als einem Jahrzehnt, und daraus ist fast eine persönliche Suche geworden.

Das ist schon ungewöhnlich. Wo hat diese Suche angefangen?

Angefangen hat sie 2013 in Schottland, also in seiner Heimat. Damals wollte er ein Projekt über schottische Identität machen. Später ging er an andere Orte mit roten Haaren, zum Beispiel nach Perm in Russland und Treasure Beach in Jamaika.

Also von einem lokalen Projekt zu einer weltweiten Idee. Und dann kam sein Buch.

Ja, sein Buch aus dem Jahr 2020 hieß Gingers und zeigte Menschen auf der ganzen Welt. Aber nach der Veröffentlichung merkte er, dass ihm ein wichtiger Teil fehlte: Er hatte keine amerikanischen Bürgerinnen und Bürger dabei.

Und genau da wurde es spannend?

Genau. Dann meldeten sich plötzlich viele Leute aus den USA. Dodds sagt, er sei überrascht gewesen und habe gedacht: Natürlich, die ganze Welt ist in den Staaten. Für ihn sei das ein kleines Bild der Welt gewesen.

Ein schönes Wort für so ein Projekt: ein Mikrokosmos.

Ja, und sein Satz zeigt auch, wie offen solche Bilderprojekte werden können. Erst sucht ein Fotograf nach einem klaren Thema, und später kommen die Menschen selbst auf ihn zu. Eine Nachricht von einem indigenen Mann mit roten Haaren habe sofort seine Neugier geweckt, sagt er.

Also nicht nur Haare, sondern auch Identität, Herkunft und die Frage, wer in so einer Sammlung sichtbar wird.

Genau. Das ist der Reiz: Ein kleines Thema öffnet plötzlich eine größere Geschichte über Amerika und Zugehörigkeit.

Teil 1: Drei Wörter aus dem ersten Bericht.

die Grenze, das ist die Linie zwischen zwei Ländern. Im Bericht ging es um die Grenze bei Ceuta. Beispiel: Die Grenze war heute wegen des starken Verkehrs voll.

die Grenze, hier meint das die Stelle, an der Menschen zwischen Marokko und Spanien wechseln.

der Anstieg, das ist ein schnelles Steigen oder mehr werden. Im Bericht war vom plötzlichen Anstieg der Ankünfte die Rede. Beispiel: Nach dem Regen gab es einen starken Anstieg der Kosten.

der Anstieg, hier beschreibt das Wort, dass sehr viele Menschen in kurzer Zeit kamen.

die Unterstützung, das ist Hilfe, Rückhalt oder Beistand. Im Bericht ging es darum, ob Europa Spanien Unterstützung zeigt. Beispiel: In einer Krise braucht eine Stadt oft Unterstützung von außen.

die Unterstützung, hier meint das politische und praktische Hilfe.

Teil 2: Grammatik.

ist ... gegangen, Das ist die Vergangenheit mit sein. Man benutzt sie für Bewegungen oder einen Wechsel des Ortes.

Die meisten sind inzwischen wieder nach Marokko zurückgekehrt.

Später ist er dann an andere Orte gegangen.

Repite nach mir: ist ... gegangen.

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