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In Ceuta kam es zu vielen Grenzübertritten und einer großen Rückkehr nach Marokko. In Pakistan fand man nach einer Lawine die Leiche der US-Bergsteigerin Mall
A current German news story adapted for language learners at B1, with audio, transcript, vocabulary and comprehension work.
Willkommen bei LinguaWire Deutsch B1.
Heute haben wir zwei Geschichten: über die Grenze bei Ceuta und eine Lawinenbergung in Pakistan.
Damit Sie diese Folge besser verstehen, finden Sie Transkripte, englische Übersetzungen und Vokabelhilfen auf linguawire.com.
Ceuta: Was nach den vielen Grenzübertritten jetzt passiert.
Jetzt sprechen wir mit Tom, dem LinguaWire-Korrespondenten für Gesellschaft.
In Ceuta hat es am Freitag weiter viel Bewegung gegeben. Spanien sagte, dass bis zum Abend mehr als 48.000 Menschen freiwillig nach Marokko zurückgekehrt seien.
Das ist eine enorme Zahl. Wie kam es überhaupt zu dieser plötzlichen Bewegung?
Spanien spricht von etwa 60.000 Migranten, die von Marokko in die spanische Enklave Ceuta gekommen sind. Der spanische Ministerpräsident machte Menschenhändler dafür verantwortlich. Er nannte das eine Verletzung der territorialen Integrität Spaniens.
Also geht es nicht nur um Migration, sondern auch um Politik und Sicherheit.
Genau. Die Regierung sieht darin keinen normalen Grenzfall, sondern eine sehr ernste Krise. Gleichzeitig ist die Lage für viele Menschen vor Ort auch unübersichtlich gewesen.
Was hat man an der Grenze gesehen?
Laut den Berichten gab es chaotische Szenen. Die Grenzkontrollen waren offenbar zusammengebrochen. Lokale Politiker hatten Madrid schon vorher um Hilfe gebeten, weil es bereits einen Anstieg bei den versuchten Übertritten gegeben hatte.
Und dieser Ort ist ja auch geografisch besonders. Können Sie das kurz erklären?
Ceuta liegt in Nordafrika, gehört aber zu Spanien. Zusammen mit Melilla ist es eine der beiden spanischen Enklaven dort. Diese Orte sind die einzigen Landgrenzen der Europäischen Union zu Afrika.
Das macht die Lage an diesem Punkt wohl sehr empfindlich. Gab es auch Reaktionen aus anderen Ländern?
Ja. Italien setzte seine Schengen-Regelung mit Spanien aus. Das heißt: Italien reagierte auf diese Krise, indem es die Regeln für freies Reisen mit Spanien vorerst stoppte.
Das zeigt, wie schnell ein Grenzproblem Europa weiter bewegen kann.
Genau. Ein lokales Ereignis bekommt sofort eine größere politische Wirkung. Und bei Ceuta kommt noch dazu, dass solche Spannungen zwischen Spanien und Marokko nicht neu sind.
Es gab auch eine Zahl zu den Menschen, die nicht überlebt haben. Was weiß man dazu?
Laut lokalen Medien starben bei dem Ansturm mindestens 57 Menschen. Das ist eine sehr traurige Zahl und zeigt, wie gefährlich die Situation war.
Das ist schwer zu hören. Warum war die Lage auch für die Menschen selbst so riskant?
Weil viele in kurzer Zeit über die Grenze kamen und die Kontrolle vor Ort offenbar nicht funktionierte. Außerdem gibt es dort immer wieder Versuche, besonders im Sommer, wenn viele Menschen auf sozialen Medien von der Reise hören.
Und was passiert jetzt mit denen, die angekommen sind?
Spanien sagte am Freitagabend, dass mehr als 48.000 Menschen freiwillig zurück nach Marokko gegangen seien. Ein Mann sagte, er gehe zurück und bat andere, nicht zu kommen. Er sagte auch, es sei dort nicht gut und nicht schön.
Das klingt nach einer sehr direkten Warnung aus der Praxis.
Ja, und genau deshalb ist sie stark. Sie zeigt: Die Lage betrifft nicht nur die Regierung, sondern auch die Menschen auf dieser Route.
Und die Gerichtsentscheidung in Spanien passt in dieses Bild?
Ja. Das oberste Gericht entschied: Migranten, die auf dem Meer gestoppt werden, dürfen nicht sofort nach Marokko zurückgebracht werden. Das war Teil des komplizierten Hintergrunds.
Pakistan: Nach der Lawine gibt es eine neue Bergungsmeldung.
Jetzt sprechen wir mit Ava, der LinguaWire-Korrespondentin für Nachrichten.
In Pakistan haben Rettungskräfte die Leiche der US-Bergsteigerin Mallory Geis gefunden. Das hat eine lokale Behörde am Freitag mitgeteilt.
Also ist das jetzt die nächste bestätigte Bergung nach dem Unglück auf dem Berg?
Ja. Geis war Teil einer Expedition mit zehn Menschen auf dem Broad Peak, als am Donnerstag eine Lawine kam. Der Berg liegt an der Grenze zu China und ist 8.047 Meter hoch.
Das ist eine sehr schwierige Umgebung. Was weiß man noch über die anderen Bergsteiger?
Zwei weitere Tote wurden schon identifiziert: eine Bergsteigerin aus Oman und ein Bergsteiger aus Nepal. Alle drei wurden per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht, damit die Identität offiziell geklärt werden kann.
Also geht es jetzt auch um diese formalen Schritte nach der Bergung.
Genau. Die Behörden sprechen von „legalen Formalitäten“ bei der Identifikation. Das klingt bürokratisch, ist aber wichtig, damit die Personen richtig benannt und an die Familien zurückgemeldet werden können.
Gab es am Anfang der Rettung noch andere Angaben?
Ja. Der Alpine Club of Pakistan sagte zuerst, vier Leichen seien gefunden worden. Später stellte er klar, dass es zwei Leichen und ein Leichenteil waren. Das zeigt, wie unklar die Lage im Gebirge zunächst war.
Und was ist mit den Menschen, die noch vermisst werden?
Die Behörde sagte, dass der Aufenthaltsort eines Bergsteigers noch unbekannt ist. Mehrere andere wurden zwar von Drohnen gesehen, aber ihr Zustand ist noch nicht klar.
Das klingt nach einem langen Einsatz. Wann soll es weitergehen?
Die Suche soll am Samstag weitergehen, wenn das Wetter es erlaubt und ein Suchteam das Gebiet erreichen kann. Das kann mehrere Stunden dauern, weil das Wetter die Rettung bremst.
Wie groß war das Team auf dem Berg?
In der Expedition waren zehn Menschen. Die Lawine kam auf dem Broad Peak in der Karakorum-Kette, wo die Bedingungen sehr hart sein können.
Und die Nachricht über Geis kam erst später am Freitag?
Ja, genau. Die Mitteilung über ihre gefundenen sterblichen Überreste kam später am Freitag. Das zeigt, dass solche Einsätze oft Schritt für Schritt laufen.
Was bleibt für die Familien und für die Rettungskräfte im Moment am schwierigsten?
Vor allem die Ungewissheit. Es gibt bestätigte Funde, aber noch nicht bei allen klare Antworten. Und solange das Wetter nicht mitspielt, bleibt jede weitere Suche sehr schwierig.
Erst die Wörter aus Story 1: der Anstieg bedeutet, dass etwas höher wird oder schnell zunimmt. Im Bericht war das der starke Anstieg der Grenzübertritte. Beispiel: Der Anstieg der Preise macht viele Menschen nervös.
die Grenze ist die Linie zwischen zwei Ländern. Im Bericht ging es um die Grenze bei Ceuta. Beispiel: An der Grenze gab es lange Schlangen.
freiwillig heißt: aus eigenem Willen, ohne Zwang. Im Bericht sind viele Menschen freiwillig nach Marokko zurückgekehrt. Beispiel: Sie ging freiwillig nach Hause.
Jetzt die Grammatik: zurückkehren.
Wir benutzen „zurückkehren“, wenn jemand wieder an einen früheren Ort geht oder zurückkommt.
Ich kehre zurück.
Wir kehren zurück.
Die Menschen kehrten freiwillig nach Marokko zurück.
Die Suche kann am Samstag weitergehen.
Sprich nach: Ich kehre zurück.
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