LINGUAWIRE
Die Ölpreise fallen stark, weil Händler auf weitere Gespräche zwischen Iran und den USA hoffen. Gleichzeitig wollen die USA Südafrika und Ruanda aus dem Hande
A current German news story adapted for language learners at A2, with audio, transcript, vocabulary and comprehension work.
Willkommen bei LinguaWire.
Heute geht es um deutlich fallende Ölpreise nach neuen Signalen aus Iran und den USA und um neue Handelsregeln der USA für Südafrika und Ruanda.
Damit Sie diese Folge besser verstehen, finden Sie Transkripte, englische Übersetzungen und Vokabelhilfen auf linguawire.com.
Unsere erste Geschichte: Die Ölpreise sind am Montag stark gefallen.
Jetzt zu Ava, LinguaWires Korrespondentin für Weltgeschehen. Sie berichtet über die Signale im Konflikt zwischen Iran und den USA.
Hallo Felix. Viele Händler hoffen auf weitere Gespräche statt auf neue Angriffe. Deshalb sind die Preise für Öl deutlich gesunken.
Wie groß war der Preisrückgang?
Die internationale Ölsorte Brent fiel um 7,6 Prozent auf 104,77 US-Dollar pro Barrel. Ein Barrel ist eine Maßeinheit für Rohöl. Der Preis für US-Öl sank um 7,3 Prozent auf 96,46 US-Dollar pro Barrel.
Das ist ein sehr starker Rückgang an nur einem Tag.
Ja. Prozentual war es bei beiden wichtigen Ölpreisen der größte Rückgang an einem Tag seit dem 27. Juli. In Dollar gerechnet war es der größte Tagesrückgang seit dem 17. April.
Warum wurden die Händler plötzlich hoffnungsvoller?
Die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtete über Aussagen des iranischen Präsidenten. Demnach gab der oberste Führer der Regierung bestimmte Befugnisse für Gespräche mit den Gegnern Irans.
Wie haben die Märkte diese Aussage verstanden?
Viele Händler sehen darin ein Zeichen: Iran könnte die Gespräche mit den USA über Vermittler fortsetzen. Sie hoffen, dass Iran den Konflikt nicht durch neue Angriffe auf amerikanische Verbündete in der Region verschärft.
Gab es auch ein Signal aus Washington?
Ja. Bereits am Sonntag hieß es, Präsident Donald Trump wolle die Verhandlungen mit Iran zunächst weiterlaufen lassen. Später wurde Trump gefragt, ob die USA Iran nach den Zwischenwahlen angreifen wollen. Er antwortete zweimal: Nein.
Und diese Antwort beeinflusste die Preise weiter?
Ja. Als sich Trumps Antwort im Internet verbreitete, fielen die Preise weiter. Trump sagte außerdem, der Ölpreis sei an diesem Tag um zehn Dollar gefallen. Später schrieb er, Iran wolle möglichst schnell eine Einigung.
Ist der Energiemarkt jetzt wieder sicherer?
Nein, die Risiken bleiben groß. Francisco Blanch von der Bank of America schrieb im September: Ein größerer Konflikt mit Schäden an wichtiger Energie-Infrastruktur könnte Öl auf 150 US-Dollar pro Barrel treiben. Wenn kleinere Kämpfe die Öllieferungen bis Jahresende weiter einschränken, könnte Brent zwischen 95 und 120 US-Dollar pro Barrel kosten.
Danke, Ava.
Unsere zweite Geschichte: Die USA setzen Handelsvorteile für Südafrika und Ruanda aus.
Jetzt zu Niklas, LinguaWires Korrespondent für Gesellschaft. Er berichtet über die Entscheidung und ihre Bedeutung für den Handel.
Hallo Felix. Die USA wollen Südafrika und Ruanda ab dem 1. Januar 2027 aus einem Handelsprogramm ausschließen. Dann können beide Länder bestimmte Waren nicht mehr ohne Zoll in die USA exportieren.
Um welches Handelsprogramm geht es?
Es heißt African Growth and Opportunity Act, kurz AGOA. Das Programm gibt einigen afrikanischen Ländern Vorteile beim Export in die USA. Zoll ist Geld, das für Waren an der Grenze bezahlt wird.
Wer hat die Entscheidung bekannt gegeben?
Jamieson Greer, der Handelsbeauftragte der USA. Er sagte, Südafrika und Ruanda erfüllten die Bedingungen für AGOA nicht mehr. Zunächst gab es keine Antwort von den Regierungen beider Länder.
Welche Bedingungen müssen Länder für das Programm erfüllen?
Die USA prüfen die Teilnahme jedes Jahr. Die Länder sollen Fortschritte bei einer Marktwirtschaft machen, gut regiert werden und Hindernisse für Handel und Investitionen aus den USA abbauen.
Was kritisieren die USA an Ruanda?
Washington nennt Handelshemmnisse, Probleme mit dem Rechtsstaat und Probleme bei den Menschenrechten. Ruanda war schon 2018 einmal aus dem Programm ausgeschlossen worden.
Und welche Sorgen nennen die USA bei Südafrika?
Die USA sorgen sich um Hindernisse für amerikanischen Handel und Investitionen. Sie nennen auch Korruption sowie Gefahren für die nationale Sicherheit und die Außenpolitik der USA.
Wie wichtig war AGOA bisher für Südafrika?
Südafrika war der größte Nutzer des Programms. Im Jahr 2025 exportierte das Land Waren im Wert von etwa 1,7 Milliarden US-Dollar über AGOA in die USA. Dazu gehörten vor allem Autos und Autoteile, außerdem landwirtschaftliche Produkte und Wein.
Ist das ein großer Teil des gesamten Handels mit den USA?
Nach Angaben des südafrikanischen Handelsministeriums sind das etwa zehn Prozent aller Exporte Südafrikas in die USA. An allen Exporten des Landes weltweit haben diese Waren nur einen Anteil von etwa einem Prozent.
Wie reagiert Südafrika auf die Entscheidung?
Das Handelsministerium hatte sich schon auf ein negatives Ergebnis vorbereitet und bleibt offen für Gespräche mit den USA. Präsident Cyril Ramaphosa sagte außerdem, Südafrika suche bereits neue Märkte und schließe Handelsabkommen mit anderen Partnern, zum Beispiel mit China.
Danke, Niklas.
Teil eins: wichtige Wörter.
das Handelsprogramm.
Das ist ein Programm für den Handel; in der Geschichte heißt es: „Die USA wollen Südafrika und Ruanda ab dem 1. Januar 2027 aus einem Handelsprogramm ausschließen.“
Das Handelsprogramm hilft kleinen Firmen.
der Zoll.
Das ist Geld für Waren an der Grenze; in der Geschichte heißt es: „Zoll ist Geld, das für Waren an der Grenze bezahlt wird.“
Für dieses Paket zahle ich Zoll.
die Ware.
Das sind Produkte zum Kaufen oder Verkaufen; in der Geschichte heißt es: „Dann können beide Länder bestimmte Waren nicht mehr ohne Zoll in die USA exportieren.“
Die Waren kommen morgen im Laden an.
Teil zwei: die Grammatik.
Das Plusquamperfekt: „Das Handelsministerium hatte sich schon auf ein negatives Ergebnis vorbereitet und bleibt offen für Gespräche mit den USA.“
„Hatte sich vorbereitet“ ist Plusquamperfekt. Es zeigt hier: Die Vorbereitung geschah schon vor der Entscheidung.
Die Geschichte sagt noch einmal: „Das Handelsministerium hatte sich schon auf ein negatives Ergebnis vorbereitet und bleibt offen für Gespräche mit den USA.“
Vor der Reise hatte ich meine Tasche gepackt.
Sprich nach: Das Handelsministerium hatte sich schon auf ein negatives Ergebnis vorbereitet und bleibt offen für Gespräche mit den USA.
German news for learners · German podcast · German Coursebook · German level test · Today's episodes · How it works · Podcast and video · Programme · News · Coursebook · Level check · For students and exams · Weekly crossword · Enrol