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Im Kongo steigen die Ebola-Fälle stark an. Außerdem haben Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan ein neues Verteidigungsabkommen unterschrieben.
A current German news story adapted for language learners at A2, with audio, transcript, vocabulary and comprehension work.
Willkommen bei LinguaWire Deutsch A2.
Heute haben wir zwei Themen: Ebola im Kongo und ein neues Verteidigungsabkommen.
Damit Sie diese Folge besser verstehen, finden Sie Transkripte, Übersetzungen und Vokabelhilfen auf linguawire.com.
Ebola in der Demokratischen Republik Kongo
Jetzt sprechen wir mit Emma, der LinguaWire-Korrespondentin für Gesundheit.
Die Lage ist weiter ernst. Die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle ist auf über 4.000 gestiegen.
Über 4.000 - das ist wirklich viel. Wie sehen die offiziellen Zahlen genau aus?
Nach den offiziellen Daten gibt es 4.053 Fälle. Dazu kommen 1.850 Tote seit Mitte Mai.
Das zeigt, wie schwer der Ausbruch ist. Wo ist er am stärksten?
Am stärksten ist er in der Provinz Ituri. Dort liegen 87 Prozent aller Fälle.
Also ist dort der Schwerpunkt. Bleibt es nur dort?
Nein, leider nicht. Der Ausbruch hat 53 Gesundheitszonen in fünf Provinzen erreicht.
Fünf Provinzen sind eine Menge. Welche Provinzen sind das?
Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu, Haut-Uele und Tshopo. In Nord-Kivu liegen noch einmal elf Prozent der Fälle.
Das klingt nach einer großen Karte mit vielen betroffenen Orten. Warum sind Expertinnen und Experten so besorgt?
Sie sagen, es ist der am schnellsten wachsende Ausbruch, den man bisher gesehen hat. Die echte Zahl könnte sogar höher sein.
Warum ist das so schwer zu sehen und zu zählen?
Es gibt Probleme wegen des Kriegs in der Region. Außerdem werden Fälle manchmal spät entdeckt. Und es gibt nicht überall leicht verfügbare Mittel.
Also kommen mehrere Probleme zusammen: Konflikt, späte Hilfe, wenig Schutz. Was macht die Weltgesundheitsorganisation jetzt?
Ihre Impfexperten empfehlen einen großen Test mit dem Impfstoff Ervebo. Das ist der einzige zugelassene Ebola-Impfstoff.
Und dieser Test ist für den Bundibugyo-Stamm, richtig?
Genau. Es geht um eine große Studie mit Menschen. Man will sehen, ob Ervebo auch gegen Bundibugyo helfen kann.
Für diesen Stamm gibt es also noch keinen eigenen Impfstoff?
Nein, noch nicht. Darum ist die Frage so wichtig. Erste Daten aus Tierversuchen machen aber Hoffnung.
Was heißt das ganz einfach für die nächsten Wochen?
Wenn die Studie startet, könnten auch Impfstoffdosen aus dem Vorrat benutzt werden. Gavi hat 500.000 Dosen auf Lager, und einige sind schon in der DRC.
Das ist ein wichtiger Schritt. Aber die Lage bleibt wohl trotzdem schwierig?
Ja. Impfstoffe können helfen, aber nicht sofort alle Probleme lösen. Die Krankheit breitet sich durch Körperflüssigkeiten aus. Schnelle Hilfe bleibt sehr wichtig.
Ein neues Verteidigungsabkommen
Jetzt sprechen wir mit Tom, dem LinguaWire-Korrespondenten für Weltgeschehen.
Drei Länder haben am Freitag ein neues Verteidigungsabkommen unterschrieben: Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan.
Das ist ein großer Schritt. Wo wurde das Abkommen unterschrieben?
In Mekka, bei einem Treffen mit drei Spitzenpolitikern. Dabei waren Kronprinz Mohammed bin Salman, Präsident Recep Tayyip Erdogan und Ministerpräsident Shehbaz Sharif.
Also ein sehr hochrangiges Treffen. Was sagt das Abkommen genau?
Es sagt: Ein bewaffneter Angriff auf einen Staat gilt als Angriff auf alle drei. So steht es in den gleichlautenden Erklärungen der beiden Ministerien.
Das ist eine klare Formulierung. Geht es dabei nur um Verteidigung?
Ja, so wird es beschrieben. Ein türkischer Regierungsvertreter sagte, das Abkommen sei nur defensiv und gegen niemanden.
Und was sagen die Saudis dazu?
Auch ein saudischer Vertreter sagte, es sei kein Versuch, einen Militärblock zu bilden. Es gehe nicht um ein Wettrüsten, sondern um stärkere Fähigkeiten.
Das klingt nach einer vorsichtigen Botschaft nach außen. Gibt es noch mehr Inhalt im Abkommen?
Ja. Die Texte sprechen auch von mehr Zusammenarbeit bei der Verteidigung. Berichte nennen gemeinsame Übungen, Training, Technik und den Austausch von Informationen.
Also nicht nur ein Satz auf Papier, sondern auch praktische Arbeit?
Genau. Ein türkischer Beamter sagte auch, das Abkommen ersetzt keine anderen Verträge.
Das heißt, es kommt zusätzlich zu älteren Abkommen?
Richtig. Pakistan und Saudi-Arabien hatten schon im September einen gegenseitigen Verteidigungspakt unterschrieben.
Dann ist das neue Abkommen eher eine Erweiterung als ein kompletter Neustart.
So sehen es auch Beobachter. Ein Analyst in Islamabad nannte es eine natürliche Entwicklung der langen Beziehungen der drei Länder.
Warum ist gerade jetzt mehr Zusammenarbeit wichtig?
Der Sicherheitsdruck in der Region wächst, und auch die Art der Kriegsführung verändert sich. Darum sagen Beobachter, dass die Länder enger zusammenarbeiten wollen.
Und können später noch andere Länder dazukommen?
Ja, das wurde offen gelassen. Ein Vertreter sagte, das Abkommen könne auch für andere regionale Länder offen sein.
Wortschatz aus Story 1.
der Ausbruch: Das ist der Beginn und die schnelle Ausbreitung einer Krankheit. Im Text ging es um den Ebola-Ausbruch im Kongo.
Der Ausbruch dauerte nur wenige Wochen, aber er machte viele Menschen nervös.
die Fälle: Das sind Krankheitsfälle. Im Text waren es die bestätigten Ebola-Fälle.
Im Krankenhaus wurden heute drei neue Fälle gemeldet.
die Provinz: Das ist ein großer Teil eines Landes. Im Text war Ituri eine Provinz.
Unsere Reise führte uns in eine andere Provinz des Landes.
Grammatik: auf + Akkusativ
Wir benutzen „auf + Akkusativ“, wenn etwas sich verändert oder ein Ziel erreicht wird.
Die Zahl ist auf über 4.000 gestiegen.
Die Dosen wurden auf die Kliniken verteilt.
Repetieren Sie: auf über 4.000 gestiegen.
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