LINGUAWIRE
Japan und die USA handeln gemeinsam, um den Yen zu stützen. Außerdem gibt es ein neues Foto von Aung San Suu Kyi nach langem Kontakt von außen.
A current German news story adapted for language learners at A1, with audio, transcript, vocabulary and comprehension work.
Willkommen bei LinguaWire Deutsch A1.
Heute haben wir zwei Geschichten: den Yen und einen Schritt. Suu Kyi und ein neues Foto.
Für mehr Hilfe: Transkripte, englische Übersetzungen und Vokabelhilfen auf linguawire.com.
Yen unter Druck und ein seltener Schritt
Jetzt sprechen wir mit Jonas, dem LinguaWire-Korrespondenten für Wirtschaft.
Ja, es geht um Geld. Um den Yen und zwei Länder.
Also haben Japan und die USA zusammen gehandelt?
Ja. Letzte Woche handelten sie gemeinsam gegen den Yen-Fall.
Der Yen fiel auf einen neuen Tiefstand. Der schwächste seit 40 Jahren.
Das ist ein sehr großer Fall. Wann war so ein gemeinsamer Schritt zuletzt?
Das war das erste Mal seit 2011.
Damals handelten beide Länder auch zusammen, aber mit einem anderen Ziel.
Damals wollten sie den Yen schwächen. Nach Erdbeben und Tsunami in Ostjapan.
Jetzt wollten sie also das Gegenteil.
Genau. Jetzt wollten sie den Yen stützen.
Japans Finanzseite und Scott Bessent schlossen weitere Schritte nicht aus.
Warum ist das für viele Menschen wichtig?
Ein sehr schwacher Yen macht Preise und Wirtschaft stärker unter Druck.
Es geht auch um japanische Staatsanleihen.
Wenn der Verkauf stark wird, kann das die Weltwirtschaft treffen.
Also geht es nicht nur um Japan selbst.
Nein, genau. Auch Washington schaut darauf.
Die USA wollen nicht, dass ihre Schulden teurer werden.
Gab es denn Zahlen zu dem Schritt?
Ja, aber nur teilweise.
Daten der Bank von Japan: Tokio könnte in New York fast 59 Milliarden Dollar verkaufen, um Yen zu kaufen.
Das war am Donnerstag.
Und was ist mit den USA?
Die USA haben die Größe ihres Schritts nicht bestätigt.
Aber ein Foto von einem Notizblock neben Scott Bessent fiel auf.
Darauf stand: „To Do: Buy Japanese Yen $5-10 bil“.
Das ist ein sehr klares Bild, auch ohne viele Worte.
Ja, es zeigt, wie ernst die Lage war.
Was sagen Experten dazu, wie es weitergehen könnte?
Ein Ökonom sagte: Die USA machen mit, weil es ihnen nützt.
Er sagte auch: Beide Länder könnten bald wieder gemeinsam handeln.
Auch bei wenig Geld kann Angst Händler bremsen.
Also reicht manchmal schon die Drohung?
Ja, genau.
Wenn Spekulanten vorsichtig werden, verkaufen sie vielleicht weniger schnell.
Und dann kann der Markt ruhiger werden.
Das ist ein kleiner Schritt mit großem Signal.
Genau. Für den Markt war das ein seltenes und starkes Zeichen.
Ein neues Foto von Aung San Suu Kyi
Jetzt sprechen wir mit Mila, der LinguaWire-Korrespondentin für Politik.
Hier geht es um Aung San Suu Kyi. Es gibt den ersten bestätigten Kontakt von außen seit langem.
Nach so vielen Monaten: Was ist genau passiert?
Sie durfte eine Delegation vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz treffen.
Das war der erste bestätigte Besuch von außen. Seit einem Brief an ihren Sohn, vor zweieinhalb Jahren.
Darum ist die Nachricht wichtig für ihre Familie und viele Unterstützer.
Die Bilder wurden also von der Militärregierung veröffentlicht?
Ja. Auf den Fotos sieht Suu Kyi gesund aus.
Sie wirkt ruhig. Die Bilder zeigen sie mit dem IKRK-Team.
Mehr Details zu ihrem Zustand gab es aber nicht.
Was wissen wir über ihre Lage vor diesem Treffen?
Sie wurde nach dem Sturz ihrer Regierung im Jahr 2021 festgehalten.
Später wurde sie zu 33 Jahren Haft verurteilt.
Viele Beobachter halten diese Anklagen für konstruiert.
Und jetzt ist sie in Hausarrest, richtig?
Ja, ihre Strafe wurde verkürzt, und sie wurde in Hausarrest gebracht.
Trotzdem gab es lange keinen sicheren Beweis für ihren Zustand.
Die Militärs sagten oft: Sie lebt und geht es gut. Beweise gab es nicht.
Deshalb war die Kampagne ihres Sohnes so laut.
Genau. Kim Aris machte in den letzten Monaten eine internationale Kampagne.
Er forderte einen klaren Beweis, dass seine Mutter noch lebt.
Jetzt sagt er: Die Bilder sehen echt aus. Seine Mutter scheint gesund zu sein.
Hat das Rote Kreuz etwas über das Treffen gesagt?
Ja, ganz kurz.
Die IKRK sagte: Der Besuch folgte ihren Regeln für Häftlinge.
Dazu gehörte auch die Möglichkeit, privat mit Suu Kyi zu sprechen.
Aber was sie gesagt haben, wissen wir nicht?
Nein, das wurde nicht genannt.
Auch zu ihrer Gesundheit und ihrem Gespräch gibt es keine Details.
Also ist das Foto wichtig, aber noch vieles offen.
Genau. Es ist ein neues Zeichen, aber es beantwortet nicht alle Fragen.
Drei Wörter aus Story 1 zuerst.
der Yen: Das ist das Geld von Japan. In der Story war der Yen schwach. Beispiel: Der Yen ist heute ruhig.
stützen: Das heißt, etwas helfen oder stärker machen. In der Story wollten die Länder den Yen stützen. Beispiel: Wir stützen unsere Freunde.
der Schritt: Das ist hier eine Handlung oder Aktion. In der Story gab es einen gemeinsamen Schritt. Beispiel: Der Schritt war selten, aber wichtig.
Jetzt ein Grammatikpunkt: können ... gemeinsam handeln.
Wir benutzen können ... gemeinsam handeln, wenn etwas möglich ist.
Beispiel eins: Beide Länder können wieder gemeinsam handeln.
Beispiel zwei: Wenn der Markt stark fällt, können Behörden gemeinsam handeln.
Sprich nach: können gemeinsam handeln
German news for learners · German podcast · German Coursebook · German level test · Today's episodes · How it works · Podcast and video · Programme · News · Coursebook · Level check · For students and exams · Weekly crossword · Enrol